Systeme u. Bunker auf der Webseite “Hautnachrichtenzentrale” Das RFN der Partei u. der NVA/ Übergabe der Netze an die Deutsche Post (DP)       Strausberg, Stadt a. See home 2005 - 2017 J.Kampe HptNZ und andere Themen Struktur Entwicklung Wahrheit im Web Videothek In der Zentrale des “Feindes”  Holleben / Saalekreis Männerchor Holleben Oper. Führungszentr. MfNV Heisser Sommer 1968 The Cold War Fernmeldevers.Strausberg Das Ende 1990 20 Jahre nach “Wostok” Links Kontakt Impressum Systeme / Bunker Troposphärenfunk “BARS” Sonderfernsprechnetz Schmalbandrichtfunknetz Richtfunkachse mobil Satellitenkommunikation MfS Verkehrsfunknetz Wtsch Regier.Verbindungen Bunker Tessin Bunker Kossa  Bunker Saarow Spiegel Online /Wollenberg Bunkerallianz Sondernetz 1 Führungsstellen MfS “Neues Haus” Weimar Fernsprechüberwachung Ein Kommentar   Rezensionen Atombunker/ Programm Delphin Befehl Filigran Atombunker Eichenthal Im Auftrage des Großen Bruders Der Honecker-Bunker Bunkeranlagen/Gigantische Bauten   Kritisches Eichenthal in den Medien Kossa, der andere Bunker DDR geheim - MDR Spionage SAS- und Chiffrierdienst Polit.Memoriale MV e.V. Einheitsschlüssel BStU       Nachrichtenzentrale des MfNV  Nachrichtenzentrale “Wostok” Nachrichtenbunker Strausberg Hauptaufgaben Publikation “Wostok” Rohrpost Netzersatzanlage Übertragungsstelle 2 Funksendezentrale Kagel Fernsprechsonderanlage ONZ 2 Hubertusstock Stockholm Inspektion Alarmierungssystem Monument Operativ-Technischer-Dienst Zusammenwirken mit der DP Sicherstellung Ehrenparaden Waffenbrüdershaft 04.Mai 1990 Bonn/Hardthöhe 2005 - 2013 Bücher / Videos Troposphären- Nachrichtensystem Garnisongeschichte Wünsdorf Geschichte Na-Truppen Militärische Sicherheit der DDR Bunkeranlagen des Kalten Krieges NVA- eine Koalitionsarmee Der Adjutant seiner Macht Geheimer Bunker Wollenberg p+v Verlag Dr. Erwin Meissler Eine umfassende Darstellung zur Geschichte der RFN. Sicher erforderlich, da vielen Bürgern kaum bekannt. Zeitzeuge, Planer, Miterrichter des Netzes der NVA stellt auf der Basis seiner Erinnerungen eine Version der Entwicklung dar. Man darf ihr zustimmen, ab er auch eine eigene Meinung haben. Einerseits bekennt der Zeitzeuge die mangelnde Quellenlage, speziell bezogen auf die Übergabe der Netze an die Deutsche Post (DP), andererseits werden Leser auf die Quellen orientiert, von deren Existenz bisher keiner Kenntnis hat. Meine Schlussfolgerungen basieren auf betrieblichen Ereignissen, Beschlüssen des NVR und Dokumenten des Schriftverkehrs zwischen der Verwaltung Na- chrichten im MfNV mit Dienststellen der DP/Bundespost aus dem Jahr 1990, als man über Änderungen an der Struktur der Netze und ihrer Weiternutzung diskutierte. Damit werden meine bisher kurz gehaltenen und dargestellten Sachverhalte auf Webseite und in Foren erweitert.  Unbestritten ist, die Netze wurden kostenlos an die DP übergeben. Generalleutnant Dr. Walter Paduch, bis 1990 Stellvertreter des Chefs des Hauptstabes der NVA und Chef Nachrichten und Automatisierung, bezeichnet die Übergabe in seinen Aufsätzen zur „Geschichte der NVA – Nachrichten- und Flugsicherungsgruppen – 1956 bis 1990“, als „Umsetzung“. Eine Vereinbarung mit dem MPF (Ministerium für Post- und Fernmeldewesen) von 1983 (siehe Hinweis darauf unten) regelte die weitere Nutzung durch die NVA. Alle Bemühungen zur Verhinderung der Umsetzung infolge der von General Paduch be- schriebenen technisch ausgelassenen Modernisierung/ Digitalisierung des Gesamtnetzes mit Gruppenverschlüsselung wurden vom Zentralkomitee der Partei und dem MPF abgelehnt. Dafür gab es mit Sicherheit berechtigte Gründe. Meine Sicht auf die Dinge:    1. Der Nationale Verteidigungsrat der DDR (NVR) hat am 23.08.1980 die zu diesem Zeitpunkt gültigen Grundsätze für ein „Einheitliches Nachrichten- system der DDR im Verteidigungszustand – Anordnung Nachrichtenverbindungen“, bis hinunter auf die Bezirksebene beschlossen. Tarnbezeichnung „FERRIT“. Aus dem Beschluss wird die Errichtung eines neuen teilgeschützten Richtfunknetzes der zentralen Ebene nicht bekannt. Bekannt aber wird ein solcher mit den Kennziffern im Planteil III für den Zeitraum 1986 – 1990 und aus einem Beschluss des NVR vom 05.02.1988, der den Verzicht der Errichtung des Netzes infolge der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der DDR bis 1990 vorsieht. Für das Netz und den Ausbau der Drahtverbindungen auf zentraler Ebene waren rd. 57 Mio Mark geplant. Davon wurden mit dem NVR- Beschluss von 1988, 46,5 Mio Mark freigegeben. Die Errichtung des Netzes wurde in den Zeitraum 1991 – 1995 verschoben. Warum also in die alten Richtfunknetze Netze investieren ? Die beabsichtigten Anstrengungen von General Paduch zur Erhaltung der alten Netze mussten scheitern. 2. Das Sondernetz 1 war in etwa zu der Zeit in Betrieb gegangen. als das neue Richtfunknetz beschlossen war. Die Vorzüge des Netzes gegenüber anderen wurde auch von richtfunkberechtigten Teilnehmern genutzt, denen die automatische Herstellung von Richtfunkverbindungen im täglichen Dienst nicht unter- sagt war. In der zweiten Hälfte der 1980er Jahre wurde bis auf wenige Ausnahmen die automatische Einwahl in das Netz technisch gesperrt. So ist es auch der Anlage zum Fernsprechverzeichnis des Standortes Strausberg vom 01. März 1989 zu entnehmen. Damit war u.a. den Möglichkeiten des „Gegners“ zur Aufklärung entgegen gewirkt. Das Netz hatte für den täglichen Dienst seine Bedeutung verloren. Für höhere Stufen der Gefechtsbereitschaft blieben beide Netze „unbeschadet“. Mit der Übergabe an die DP gingen beide Netze in eine Hand. Hauptnutzer blieben der Parteiapparat und die NVA. Die Verrechnung der Leistungen erfolgte über die Entrichtung von postalischen Gebühren. Erinnerlich ist, im Sprachgebrauch wurde die Bezeichnung Richtfunknetz der Partei oder der NVA kaum genutzt. In der Regel war es immer das Richtfunknetz der Partei, wobei auch die Bezeichnung Schmalbandrichtfunknetz vor der Übergabe an die DP nicht unüblich war. 3. Die NVA betreffend beziffert General Paduch im o.a. Sachbuch die Gebühren als Betriebskosten, die von 5 Mio Mark 1984 auf 11. Mio Mark 1988 gestiegen sind.  Die Gebühren der NVA für die Jahre 1989 und 1990 sind folgender Grafik zu entnehmen.   Bestrebungen die Netze bis 1995 zu erhalten, verloren im 1.Halbjahr 1990 ihre Bedeutung. Das endgültige aus für die Netze kam zum 31.08.1990, alle betrie- benen Reservekanäle und weitere Leistungen wurden gekündigt.   Die NVA als einer der Hauptnutzer des Netzes nach 1984 hat entsprechend den Vereinbarungen Mietge- bühren an die DP bezahlt. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die Erklärung zu den Mietgebühren des Par- teiapparates strittig und unbelegt. 4. Nach R. Grollmisch sollte das Richtfunknetz der NVA weiter bestehen. Auch diese Frage bleibt wider- sprüchlich. Warum dann eine Vereinbarung zwischen dem MfNV und dem MPF, Staatssekretär Calov. Richtig scheint, die Vereinbarung betraf Fragen der weiteren Nutzung, Gebühren und ergänzend den Fortbestand der Hauptrichtfunkzentrale Stülpe der NVA als militärisches Objekt. Dazu kamen weitere Verträge gemäß „Raumnutzungsordnung“ zwischen der DP und Dienststellen der NVA. Gesonderte Vereinbarungen der Ministerien des In- nern, für Staatssicherheit und des Zolls mögen durch- aus abgeschlossen worden sein. Zur Nutzung des Netzes durch sie gibt es bisher keine Belege. 5. Bezug genommen wird auf die 1989 diskutierte Nut- zung des Richtfunknetzes zur besseren Versorgung der Bevölkerung mit Fernsprechanschlüssen. Sie gab es, spielte jedoch eine untergeordnete Rolle und wur- de von allen Bezirksdirektionen der DP abgelehnt. Vor- rangig aber ging es um die Herauslösung der Haupt- richtfunkzentrale Stülpe der NVA aus dem Primärnetz und die Übergabe des Objektes sowie die Abstützung der Fernsprech- und Fernschreibwahlnetze des MfNV/ MfAV im Netz der DP auf drei Vermittlungsstellen (Neubrandenburg, Leipzig, Frankfurt (O) bei Beibehaltung der manuellen Schaltfähigkeit der vermittelten Kanäle auf den Bezirksrichtfunkübertragungsstellen. So ist es einem Festlegungsprotokoll aus dem MPF zu entnehmen. Es ist von Dr. U. am 21.06.1990 bestätigt worden und liegt vor.      J.Kampe   Kommentar zur Geschichte des Richtfunknetzes / Übergabe an die DP. Er nimmt Bezug auf eine Veröffentlichung von R. Grollmisch am 15.04.2015 im Blog “eigenes Nachdenken” / Rubrik April 2015. Die Veröffentlichung wurde korrigiert am 27.04.2015 neu eingestellt, die Kommentarfunktion deaktiviert und der Kommentar gelöscht.